Bericht (Postbank Zeitung)

Prävention, Deeskalation und richtiges Verhalten in bedrohlichen Situationen – Selbstverteidigungskurse in der Postbank Systems geben Sicherheit

Die Idee einen Selbstverteidigungskurs für Mitarbeiterinnen anzubieten wurde im Assistenz-Zirkel der Postbank Systems geboren. Diese außergewöhnliche Initiative von „Mitarbeitern für Mitarbeiter“ stieß auch im Management der Postbank Systems auf große Zustimmungen. Daraufhin wurden Ende 2017 zwei Pilot-Kurse „Selbstverteidigung für Frauen“ angeboten und mit großem Erfolg durchgeführt. Auf Grund dieser sehr positiven Resonanz entschloss man sich, weitere Kurse auch für die männlichen Kollegen anzubieten. Die Nachfrage war enorm und so fanden am 26./27. Januar und am 16./17. Februar 2018 erneut zwei 1,5-tägige Kurse in der Kennedyallee in Bonn statt.

Insgesamt 32 Herren aus allen Ressorts und Bereichen der Postbank Systems am Strandort Bonn trafen sich freitags ab 13 Uhr, um den richtigen Umgang in bedrohlichen Situationen und Informationen sowie Anwendungsmöglichkeiten rund um „Gewaltprävention und Selbstverteidigung“ zu erlernen. Die Kurse wurden erneut durchgeführt von den beiden Trainern Patrick Ehrmann, Leiter der VD- Kampfkunst Akademie und Sascha Kühnel von der Akademie für Gewaltprävention. Beide Trainer haben langjährige Erfahrung im Bereich der Kampfsportarten und Gewaltpräventionstrainings.

Erwartungen der Teilnehmer

Zunächst wurden die Erwartungen der Teilnehmer abgefragt. Dabei stellte sich heraus, dass die Motivationen recht unterschiedlich waren. Fünf Schwerpunkte waren erkennbar:

  • „Wie vermeide ich präventiv eine Bedrohungslage und wie verhalte ich mich richtig, wenn ich keine Möglichkeit mehr habe einer bedrohlichen Situation zu entkommen.“
  • „Ich wohne in einem Stadtteil, in dem ich mich nicht mehr sicher fühle und möchte auf verschiedene Szenarien vorbereitet sein.“
  • „Ich war bereits in kritischen Situationen – sowohl als Schlichter als auch Opfer. Heute erhoffe ich mir Informationen und Anleitungen, wie ich mich vielleicht besser hätte verhalten können.“
  • „Täterrolle und Opferrolle – mich interessiert auch die Psychologie, die dahinter steckt.“
  • „Ich möchte gerne mehr über die rechtlichen Konsequenzen einer möglichen
  • Auseinandersetzung mit einem Täter erfahren.“

Ein breites Feld an Themen und Fragen, welches die beiden Trainer im Laufe der beiden Kurse gemeinsam mit den 32 Teilnehmern aufarbeiteten. Dabei wurde erneut ein gesunder Mix aus Theorie und Praxis gewählt. Wie auch bei den Selbstverteidigungskursen für Frauen ist die Theorie der Trainings in drei Bereiche aufgeteilt:

  • Psychologisch-kommunikativ: Deeskalation durch Kommunikation, Interpretation der Mimik meines Gegenübers sowie Erkennung, Akzeptanz und Kontrolle der eigenen Angst, um sich der Gefahrensituation idealer Weise zu entziehen.
  • Wahrnehmungsverbesserung und Stress: Lesen der Körpersprache meines Gegenübers, Anzeichen von Gewalt und Gefahr frühestmöglich erkennen, günstige Momente für einen Rückzug nutzen.
  • Rechtsgrundlagen: Wann und wie kann ich jemandem helfen der Gewalt ausgesetzt ist, wann und in welchem Umfang ist körperliche Gewalt gesetzlich legitimiert?

„Ziel ist es immer, einer Bedrohung oder körperlichen Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen“ betont Sascha Kühnel von der Akademie für Gewaltprävention, „denn unangenehme oder bedrohliche Situationen lassen sich oft im Vorfeld erkennen und abwenden“.

Aber was kann man tun, wenn dies nicht möglich ist? Wenn man sich körperlich wehren muss? „Wir bringen Ihnen bei, wie Sie sich schnell und effektiv zur Wehr setzen – verbal und körperlich. Wir zeigen Ihnen, wie Sie selbstbewusster werden und das Gefühl vergessen unterlegen zu sein! Unsere Techniken sind einfach und schnell zu erlernen und funktionieren auch unter hohem Stress“, unterstreicht Patrick Ehrmann von der VD Kampfkunst Akademie.

Szenarien-Training bringt Sicherheit

Bei den praktischen Übungen ging es daher manchmal auch etwas ungestümer zu. Es wurde gerangelt, geschubst, gekniffen, gebrüllt und getreten – zum Teil bei lauter Musik um den Stressfaktor zu erhöhen. Die Teilnehmer erlernten ein breites Spektrum an Techniken, mit denen sie sich im Notfall befreien oder wehren können. Mehrfache Wiederholungen, Steigerungen der Intensitäten und verschiedene Rollenspiele gaben Sicherheit und halfen den Teilnehmern dabei, sich an geänderte Situationen anzupassen.

Die Mischung macht‘s

Wie schon bei den beiden Kursen für die Frauen herrschte auch bei den Männern viel gute Laune und Spaß bei allen Beteiligten. „Erfahrungsgemäß ziehen die Teilnehmer besser mit und verlieren auch die Hemmungen, wenn man zwar sachlich und respektvoll – aber auch mit Humor – verdeutlicht, um was es geht und welches Verhalten in welcher Situation angemessen ist“, sagt Susanne Pieniak aus dem Bereich IT Governance und Transformation der Postbank Systems. „Trotzdem sind wir sind uns alle der Ernsthaftigkeit und Emotionalität des Themas bewusst“. Susanne Pieniak praktiziert selbst seit vielen Jahren Kampfsport und Selbstverteidigung und hatte Mitte letzten Jahres über den Assistenz-Zirkel der Postbank Systems den Impuls zum Pilotkurs „Selbstverteidigung für Frauen“ gegeben. Über sie wurde der Kontakt zu den beiden Trainern hergestellt und sie war auch während der vier Kurse für die Kolleginnen und Kollegen als zusätzliche Ansprechpartnerin vor Ort dabei.

Wie schon bei den beiden Kursen für die Frauen herrschte auch bei den Männern viel gute Laune und Spaß bei allen Beteiligten. „Erfahrungsgemäß ziehen die Teilnehmer besser mit und verlieren auch die Hemmungen, wenn man zwar sachlich und respektvoll – aber auch mit Humor – verdeutlicht, um was es geht und welches Verhalten in welcher Situation angemessen ist“, sagt Susanne Pieniak aus dem Bereich IT Governance und Transformation der Postbank Systems. „Trotzdem sind wir sind uns alle der Ernsthaftigkeit und Emotionalität des Themas bewusst“.

Susanne Pieniak praktiziert selbst seit vielen Jahren Kampfsport und Selbstverteidigung und hatte Mitte letzten Jahres über den Assistenz-Zirkel der Postbank Systems den Impuls zum Pilotkurs „Selbstverteidigung für Frauen“ gegeben. Über sie wurde der Kontakt zu den beiden Trainern hergestellt und sie war auch während der vier Kurse für die Kolleginnen und Kollegen als zusätzliche Ansprechpartnerin vor Ort dabei.

Das Feedback der Teilnehmer gibt ihr und den Trainern Recht. Die Resonanz war erneut durchweg positiv. Dies lässt für die Fortsetzung der Kurse hoffen, zumal die Selbstverteidigungskurse ein ausgesprochen positives Beispiel für eine Initiative von Mitarbeitern für Mitarbeiter darstellt.