Als die Kampfkünste noch jung waren trainierten SchülerInnen unterschiedlichste Disziplinen. Schlagen, Treten, Werfen, Fallen, Bodenkampf, Umgang mit Waffen wie Schwert, Stock und Alltagsgegenständen.

Um sich besser mit den einzelnen Bereichen der Kampfkunst auseinander zu setzen, spezialisierten sich viele Schulen auf einzelne Disziplinen. Daraus sind die Kampfkünste entstanden wie wir sie heute kennen! Das Schlagen und Treten wurde im Karate kultiviert. Genauso wie das Kämpfen vom Stand in den Boden im Ju- Jutsu und der Kampf auf dem Boden im Judo. Die Waffenkünste spezialisierten sich ebenfalls.

Das Karate ist also nur ein kleiner Teil von einer Bewegungslehre, die viel umfassender ist.

Beim Training der Kampfkünste kommt dann irgendwann an einen Punkt, an dem man erkennt, dass eine Lücke im jeweiligen System ist.
Im Karate darf man nicht fallen und werfen und Haltetechniken sind eher selten. Im Ju- Jutsu fehlt oft die Präzision der Techniken und im Judo gibt es keine Selbstverteidigung. Wie realistisch ist es in einer Auseinandersetzung zu stürzen? Wie wichtig sind korrekte Techniken? Was bringt mir, in einem Konflikt, eine Kampfkunst, die keine Selbstverteidigung beinhaltet!

Es gibt zu dem Thema viele Ideen. Missing-Link von unserem Freund Heero Miketta ist eine solche. Aber auch Slogan wie: “Wir schließen die Lücke“ beziehen sich auf dieses Problem.

Patrick Ehrmann hat zusammen mit seinem Trainerteam der VD-Kampfkunst Akademie das Dokan Karate entwickelt. Dokan Karate folgt dem Gedanken: Was ist wenn?

  • Wenn ich bedroht werde – Brauche ich Selbstbehauptung!
  • Wenn ich angegriffen werden – Brauche ich Selbstverteidigung
  • Wenn ich falle – muss ich wissen, wie ich mich schütze!
  • Wenn ich mit jemanden auf dem Boden lande – muss ich wissen, wie ich mich am Boden kurz dominiere um flüchten zu können!
  • Wenn einer mit einem Panzer vor einem steht – muss ich wissen, dass ich das nicht schaffe und fliehe!
  • Dieser letzte Punkt ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, aber er zeigt, dass es auch grenzen gibt, denen wir uns realistisch unterwerfen müssen.

Wenn wir die Spezialisierung aufgeben, wird die Qualität dann nicht schlechter? Ja und Nein. Es kommt drauf an, was man möchte. Möchte ich im Schlagen und Treten Experte sein, aber wenn ich stürze Aufgeben müssen? Das ist die Kernaussage des traditionellen Karate. Dass dieser Gedanke aber unrealistisch und engstirnig ist, müsste jedem klar sein.
Daher verlassen wir den traditionellen Weg des Karate, lernen und Trainieren zusätzlich Werfen, Fallen und Bodenkampf.

Eingebettet in ein ganzheitlichen Ausbildungsleitfaden haben alle Schülerinnen und Schüler der VD-Kampfkunt Akademie die Möglichkeit in diesem System ausgebildet zu werden.

Jedes halbe Jahr werden Prüfungen veranstaltet, die den Fortschritt jeder Schülerin und jedes Schülers dokumentiert. In 13 Gürtelstufen die je nach Fortschritt immer anspruchsvoller und schwerer werden alle Prüflinge auf einen Weg zum schwarzen Gürtel begleitet. Durch die Neukonzipierung von 6 neues Meisterstufen ist es jetzt auch Möglich im Dokan Karate seinen Schwarzen Gürtel zu machen.